Highway 1: Von Point Lobos über Big Sur bis nach Cambria – ein unvergesslicher Roadtrip
Nach unserem wunderschönen Aufenthalt in Monterey ging es für uns am nächsten Morgen weiter Richtung Big Sur. Auf diesen Teil unseres USA-Roadtrips hatten wir uns besonders gefreut, denn die Küstenstraße entlang des Highway 1 gehört definitiv zu den schönsten Strecken Kaliforniens.
Bevor wir uns allerdings auf den Weg nach Big Sur machten, stand noch ein kleiner Zwischenstopp auf unserem Plan: das Point Lobos State Natural Reserve.
Unser erster Stopp: Point Lobos State Natural Reserve
Wie eigentlich fast jeden Morgen auf unserem Roadtrip klingelte auch an diesem Tag der Wecker wieder ziemlich früh. Schließlich wollten wir möglichst viel erleben!
Unser erstes Ziel war das Point Lobos State Natural Reserve, ein wunderschönes Naturschutzgebiet südlich von Monterey. Hier kann man entlang der Küste wandern, traumhafte Aussichtspunkte entdecken und mit etwas Glück sogar Seeotter und Seelöwen beobachten.
Wir entschieden uns dafür, unser Auto außerhalb des Reservats am Straßenrand abzustellen und das Gebiet zu Fuß zu erkunden. Alternativ kann man auch mit dem Auto hineinfahren und die verschiedenen Parkplätze innerhalb des Reservats nutzen. Dafür wird allerdings eine Eintrittsgebühr erhoben.
Im Naturschutzgebiet gibt es verschiedene Wanderwege, die man je nach Lust, Zeit und Kondition miteinander kombinieren kann. Ob eine kurze Runde oder eine längere Wanderung – hier ist eigentlich für jeden etwas dabei.
Und natürlich ging unsere Wanderung direkt mit einem kleinen Orientierungproblem los.
Da ich zu Beginn die Führung übernommen hatte, liefen wir erst einmal in die völlig falsche Richtung. Wer mich kennt, weiß: Orientierungssinn gehört definitiv nicht zu meinen Stärken. Warum mein Freund mir überhaupt die Navigation überlassen hat, ist mir bis heute ein Rätsel.
Immerhin haben wir dadurch die Aussichtspunkte einfach in einer etwas anderen Reihenfolge erkundet. Irgendwann übernahm mein Freund dann glücklicherweise wieder die Orientierung und plötzlich ergab auch unsere Route wieder Sinn.
Seelöwen, Seevögel und jede Menge Küstenlandschaft
Während unserer Wanderung entdeckten wir mehrere wunderschöne Aussichtspunkte entlang der felsigen Küste.
Besonders beeindruckend war ein Bereich, in dem unglaublich viele Seevögel nisteten. Schon von Weitem konnte man sie hören, denn dort war es wirklich ordentlich laut!
Auch einen Aussichtspunkt mit Blick auf einen Ruheplatz der Seelöwen haben wir entdeckt. Leider waren die Tiere ziemlich weit draußen auf den Felsen, sodass man sie nur schwer erkennen konnte.
Auf Seeotter hatten wir uns ebenfalls gefreut, allerdings hatten wir an diesem Tag kein Glück. Die Tiere leben zwar in diesem Küstengebiet, aber ob man sie tatsächlich zu Gesicht bekommt, ist natürlich Glückssache.
Auch das Wetter spielte leider nicht ganz mit. Es war ziemlich windig, etwas kalt und stellenweise nebelig. Trotzdem hatte die Küstenlandschaft dadurch irgendwie ihren ganz eigenen Charme.
Insgesamt waren wir ungefähr 90 Minuten unterwegs und legten dabei rund sechs Kilometer zurück. Die Wanderung war stellenweise durchaus anstrengend, hat uns aber wirklich viel Spaß gemacht.
Unsere Tipps für Point Lobos
- Zeit einplanen: Je nachdem, welche Wanderwege ihr erkunden möchtet, solltet ihr ungefähr 1,5 bis 3 Stunden einplanen.
- Getränke mitnehmen: Besonders bei längeren Wanderungen solltet ihr ausreichend Wasser dabeihaben.
- Kleine Snacks einpacken: Wer zwischendurch eine Pause mit Meerblick machen möchte, kann sich etwas zu essen mitnehmen.
- Windjacke nicht vergessen: Auch bei Sonnenschein kann es an der Küste ziemlich windig und kühl werden.
- Ausschau nach Tieren halten: Mit etwas Glück entdeckt ihr Seeotter, Seelöwen und verschiedene Seevögel.
Für uns hat sich dieser Zwischenstopp auf jeden Fall gelohnt!
Weiter geht’s: Auf dem Highway 1 durch Big Sur
Nach unserer Wanderung ging es endlich weiter Richtung Big Sur – und was soll ich sagen? Diese Strecke ist einfach unglaublich schön!
Der Highway 1 schlängelt sich hier direkt entlang der kalifornischen Küste. Auf der einen Seite ragen die beeindruckenden Berge steil in die Höhe, während es auf der anderen Seite teilweise tief hinunter zum Pazifischen Ozean geht.
Immer wieder eröffneten sich uns wunderschöne Ausblicke auf die felsige Küstenlandschaft und das endlose Meer.
Allein die Fahrt war schon ein absolutes Highlight unseres Roadtrips!
Natürlich hielten wir zwischendurch immer wieder an verschiedenen Aussichtspunkten an, um Fotos zu machen und die Landschaft zu genießen.
Besonders sehenswert sind entlang dieser Strecke beispielsweise die Gegend rund um den Julia Pfeiffer Burns State Park mit den berühmten McWay Falls sowie die beeindruckende Küstenlandschaft bei Big Creek.
Man könnte hier wahrscheinlich stundenlang unterwegs sein und würde trotzdem immer wieder neue wunderschöne Aussichtspunkte entdecken.
Ein Waldbrand machte uns leider einen Strich durch die Rechnung
Eigentlich hatten wir geplant, auch in Big Sur noch ein bisschen wandern zu gehen und die Natur genauer zu erkunden.
Leider hatten wir an diesem Tag ziemlich viel Pech, denn in der Region gab es einen Waldbrand.
Dadurch waren einige Bereiche gesperrt, viele Geschäfte geschlossen und überall waren Einsatzkräfte der Feuerwehr unterwegs.
Unsere geplanten Wanderungen konnten wir deshalb leider nicht machen. Uns blieb also nichts anderes übrig, als Big Sur hauptsächlich mit dem Auto zu erkunden.
Das war natürlich schade, denn wir hätten uns gerne noch etwas mehr Zeit für die wunderschöne Landschaft genommen.
Aber selbst wenn man nur durchfährt und an verschiedenen Aussichtspunkten anhält, ist diese Strecke absolut sehenswert.
Wir waren jedenfalls trotzdem total begeistert!
Mittagspause am Ragged Point
Irgendwann machte sich dann allerdings auch unser Hunger bemerkbar.
Wir hatten nämlich einen kleinen Fehler gemacht: Für die Fahrt durch Big Sur hatten wir nur ein paar Snacks und etwas Wasser eingepackt.
Da durch den Waldbrand zusätzlich einige Geschäfte geschlossen waren, wurde es mit der Verpflegung zwischendurch etwas schwierig.
Generell sollte man wissen, dass Restaurants, Tankstellen und kleine Geschäfte in der Big-Sur-Region häufig deutlich teurer sind als in größeren Orten.
Zum Glück fanden wir schließlich am Ragged Point eine Möglichkeit, etwas zu Mittag zu essen.
Und das Essen war wirklich lecker!
Die Portionen waren ordentlich groß und auch wenn es etwas teurer war, fanden wir den Preis für die Lage und die Portionsgröße noch in Ordnung.
Nach unserer Mittagspause ging es dann gut gestärkt weiter Richtung Cambria.
Unser wichtigster Tipp für Big Sur
Fahrt nicht unvorbereitet in diese Region!
Am besten tankt ihr vorher noch einmal voll und deckt euch mit ausreichend Getränken und Snacks ein. Gerade wenn ihr länger unterwegs seid oder spontan wandern möchtet, ist das wirklich sinnvoll.
Plant außerdem genügend Zeit für die Fahrt ein. Auch wenn die Strecke auf der Karte vielleicht gar nicht so lang aussieht, werdet ihr unterwegs wahrscheinlich ständig anhalten wollen, weil die Aussicht einfach so schön ist.
Informiert euch vor eurer Fahrt unbedingt auch über mögliche Straßensperrungen und die aktuelle Waldbrandlage. Gerade auf dem Highway 1 kann es immer wieder zu Einschränkungen kommen.
Ankunft in Cambria – unser nächster Übernachtungsstopp
Gegen 15 Uhr erreichten wir schließlich Cambria, einen kleinen, gemütlichen Küstenort, in dem wir unsere nächste Übernachtung eingeplant hatten. Unser Motel: Das Creekside Inn gebucht über Check24!
Unser Motel war wirklich eine positive Überraschung!
Das Zimmer war schön groß, alles war sehr sauber und auch preislich konnten wir absolut nicht meckern. Für eine Übernachtung während eines Roadtrips war es einfach perfekt.
Nachdem wir eingecheckt hatten, ruhten wir uns erst einmal ein bisschen aus. Nach der Wanderung am Morgen und der langen Fahrt entlang der Küste tat das wirklich gut.
Anschließend wurde geduscht und ein bisschen entspannt, bevor es am Abend noch einmal losging.
Abendessen im Cambria New Diner – Burger gehen immer!
Gegen 19 bis 20 Uhr machten wir uns zu Fuß auf den Weg, um etwas zu essen.
Vorher hatten wir uns bereits ein Restaurant herausgesucht, das Cambria New Diner, das vor allem für seine Burger bekannt ist.
Und da wir beide Burger lieben, war die Entscheidung natürlich ziemlich einfach.
Ich bestellte mir einen Bacon Cheeseburger, während mein Freund sich für einen klassischen Cheeseburger entschied. Dazu gab es natürlich Pommes.
Was wir an amerikanischen Restaurants übrigens besonders mögen, sind die kostenlosen Refills bei vielen Getränken. Man bestellt sich ein Getränk und bekommt es häufig einfach wieder aufgefüllt, ohne erneut bezahlen zu müssen. Das war auch hier super praktisch!
Die Burger waren richtig lecker, die Portionen gut und auch preislich waren wir absolut zufrieden.
Nach dem ganzen Tag unterwegs war das einfach genau das Richtige.
Ein gemütlicher Abschluss in Cambria
Nach unserem Abendessen spazierten wir ganz entspannt durch Cambria zurück zu unserem Motel.
Dort machten wir es uns noch ein bisschen gemütlich, schauten etwas Fernsehen und ließen den Tag ausklingen.
Viel mehr stand an diesem Abend auch gar nicht mehr auf dem Programm, denn am nächsten Morgen sollte unser Roadtrip schließlich schon wieder weitergehen.
Unser Fazit: Lohnt sich die Fahrt durch Big Sur?
Definitiv ja!
Auch wenn wir durch den Waldbrand leider nicht alles machen konnten, was wir ursprünglich geplant hatten, war dieser Tag eines unserer landschaftlichen Highlights entlang der kalifornischen Küste.
Die Wanderung im Point Lobos State Natural Reserve war ein wunderschöner Start in den Tag und die anschließende Fahrt durch Big Sur hat uns wirklich beeindruckt.
Die Kombination aus riesigen Bergen, steilen Klippen, dem türkisblauen Pazifik und den vielen Aussichtspunkten macht diesen Abschnitt des Highway 1 einfach besonders.
Unser Tipp: Nehmt euch für diese Strecke ausreichend Zeit, packt genügend Verpflegung ein und genießt die Aussicht!
Und auch Cambria können wir als Zwischenstopp für eine Übernachtung auf dem Weg Richtung Los Angeles absolut empfehlen.
Für uns ging es am nächsten Morgen weiter zum nächsten Abenteuer unseres USA-Roadtrips!