Von Cambria nach Los Angeles – Küstenorte, Kindheitserinnerungen und unsere erste Nacht in L.A.
Endlich war es so weit: Los Angeles, wir kommen!
Auf diesen Teil unseres USA-Roadtrips hatten wir uns schon besonders gefreut. Nach den wunderschönen Tagen in San Francisco, Monterey und entlang des Highway 1 ging es für uns nun endlich in die Stadt der Engel.
Doch bevor wir Los Angeles erreichten, standen noch einige Zwischenstopps auf dem Programm. Schließlich wollten wir auch auf dieser Strecke möglichst viel von der kalifornischen Küste sehen.
Und eines kann ich schon mal verraten: Dieser Tag hatte wirklich alles zu bieten – wunderschöne Küstenorte, ein paar Kindheitserinnerungen, leckere Donuts und leider auch eine kleine Unterkunftskatastrophe.
Erster Zwischenstopp: Morro Bay und der berühmte Morro Rock
Gegen 8 Uhr morgens verließen wir unser Motel in Cambria und machten uns auf den Weg Richtung Los Angeles.
Unser erster Zwischenstopp war Morro Bay, ein kleiner Küstenort, der vor allem für seinen riesigen Felsen, den Morro Rock, bekannt ist.
Natürlich wollten wir uns diesen auch einmal aus der Nähe anschauen.
Und ja, was soll ich sagen? Es ist eben ein riesiger Fels.
Er sieht durchaus beeindruckend aus und ist ein schönes Fotomotiv, aber extra einen großen Umweg würden wir dafür persönlich nicht machen.
Viel schöner fanden wir allerdings das, was wir direkt gegenüber am Hafen entdeckt haben.
Dort schwamm tatsächlich eine kleine Gruppe Seeotter im Wasser!
Nachdem wir am Vortag im Point Lobos State Natural Reserve leider keine Otter entdecken konnten, hatten wir hier endlich Glück.
Wir beobachteten die Tiere eine ganze Weile, wie sie gemeinsam durchs Wasser schwammen. Das war wirklich unglaublich süß und für uns definitiv das Highlight unseres Zwischenstopps in Morro Bay.
Allein dafür hatte sich der Halt schon gelohnt!
Pismo Beach – Donuts mit Meerblick
Nach unserem kleinen Otter-Erlebnis ging es weiter nach Pismo Beach.
Pismo Beach ist ebenfalls ein kleiner, gemütlicher Küstenort mit einem wunderschönen Sandstrand und einem Pier, der weit ins Meer hinausragt.
Hier wollten wir einfach ein bisschen die Atmosphäre genießen und uns die Beine vertreten.
Bei unserem Spaziergang entdeckten wir einen Donutladen und konnten natürlich nicht widerstehen.
Also holten wir uns ein paar Donuts, dazu einen Kaffee und eine heiße Schokolade und machten es uns anschließend am Pier gemütlich.
Mit unseren Donuts in der Hand schauten wir aufs Meer, beobachteten die Wellen und genossen einfach den Moment.
Manchmal braucht es gar kein großes Sightseeing-Programm. Ein leckerer Donut, eine schöne Aussicht und ein bisschen Meeresluft reichen völlig aus.
Pismo Beach hat uns wirklich gut gefallen. Der Ort ist klein, aber sehr charmant und perfekt für einen entspannten Zwischenstopp auf einem Roadtrip entlang der kalifornischen Küste.
Santa Barbara – ein bisschen bummeln und shoppen
Unser nächstes Ziel war Santa Barbara.
Schon bei der Ankunft fiel uns auf, wie schön diese Stadt eigentlich ist. Palmen, hübsche Gebäude, eine entspannte Atmosphäre und natürlich wieder das Meer direkt vor der Tür.
Santa Barbara hat einfach diesen typischen kalifornischen Küstencharme.
Wir parkten unser Auto und machten uns zu Fuß auf den Weg, um ein bisschen durch Downtown zu schlendern.
Dabei schauten wir uns verschiedene Geschäfte an, erkundeten die Straßen und ich nutzte natürlich auch die Gelegenheit, ein bisschen shoppen zu gehen.
Viel mehr hatten wir hier gar nicht geplant. Wir wollten einfach ein bisschen durch die Stadt laufen und schauen, was uns gefällt.
Und genau dafür war Santa Barbara perfekt.
Rückblickend hätten wir hier wahrscheinlich auch noch deutlich mehr Zeit verbringen können, denn die Stadt hat uns wirklich gut gefallen.
Für uns war es aber trotzdem nur ein kurzer Zwischenstopp, denn wir hatten noch zwei ganz besondere Ziele auf unserer Liste.
Malibu – auf den Spuren von Hannah Montana
Von Santa Barbara aus ging es weiter Richtung Malibu.
Und jetzt kommen wir zu einem Programmpunkt, auf den ich mich persönlich wirklich sehr gefreut hatte.
Wir wollten das berühmte Strandhaus aus Hannah Montana sehen!
Wer mit Hannah Montana aufgewachsen ist, kann wahrscheinlich verstehen, warum ich unbedingt dorthin wollte.
Für mich war diese Serie einfach ein riesiger Teil meiner Kindheit. Und wenn man schon einmal in Kalifornien unterwegs ist, muss man sich so einen bekannten Drehort natürlich anschauen.
Also fuhren wir nach Malibu und machten uns auf den Weg zum Strand, von dem aus man das berühmte Haus sehen kann.
Und tatsächlich: Da stand es!
Natürlich musste mein Freund erst einmal ein paar Fotos machen. Schließlich wollte ich unbedingt mein Hannah-Montana-Erinnerungsfoto haben.
Allerdings war der Moment dann doch ein kleines bisschen enttäuschend.
Das Haus war inzwischen ziemlich stark umzäunt und rundherum waren Schilder angebracht, auf denen darauf hingewiesen wurde, dass Miley Cyrus dort nie tatsächlich gewohnt hatte.
Natürlich war mir klar, dass es sich um einen Drehort handelt und nicht um das echte Zuhause von Hannah Montana.
Trotzdem haben diese ganzen Schilder irgendwie ein kleines bisschen die Magie kaputt gemacht.
Ich wollte doch einfach nur für einen kurzen Moment wieder das Kind sein, das früher Hannah Montana im Fernsehen geschaut hat.
Aber gut, das Haus war da, ich habe meine Fotos bekommen und eine weitere kleine Kindheitserinnerung konnte von meiner Bucketlist gestrichen werden.
Die PCA aus Zoey 101 – noch eine Kindheitserinnerung!
Und weil wir gerade schon bei Kindheitserinnerungen waren, ging es direkt weiter zum nächsten Drehort.
Diesmal stand die berühmte Pacific Coast Academy (PCA) aus Zoey 101 auf unserem Plan.
Wer die Serie kennt, erinnert sich bestimmt an den wunderschönen Campus direkt an der kalifornischen Küste.
Die PCA ist in Wirklichkeit kein eigenes College, sondern für die Serie wurde der Campus der Pepperdine University in Malibu als Drehort genutzt.
Und genau dorthin wollten wir!
Wir fuhren mit unserem Auto bis zur Zufahrt des Campus und erklärten dort, dass wir Besucher seien und uns das Gelände gerne anschauen würden.
Bei unserem Besuch durften wir tatsächlich hineinfahren und konnten uns den Campus ganz entspannt vom Auto aus anschauen.
Und das war wirklich cool!
Plötzlich sah man Gebäude und Wege, die einem aus der Serie irgendwie total bekannt vorkamen.
Auch wenn wir nur mit dem Auto über das Gelände gefahren sind, war es für mich ein richtig schöner Moment.
Nach Hannah Montana war damit direkt die nächste Kindheitserinnerung abgehakt.
Kleiner Hinweis: Da es sich um einen echten Universitätscampus handelt, sollte man sich vor einem Besuch über die aktuellen Zutrittsregeln informieren. Dass wir damals hineinfahren durften, bedeutet natürlich nicht, dass das jederzeit möglich ist.
Endlich angekommen in Los Angeles!
Nach unseren ganzen Zwischenstopps erreichten wir gegen 17 Uhr endlich Los Angeles.
Wir waren inzwischen schon ziemlich lange unterwegs und wollten deshalb erst einmal direkt zu unserer Unterkunft fahren.
Für unseren Aufenthalt in Los Angeles hatten wir uns über Airbnb ein Zimmer in einem Haus gebucht.
Auf den ersten Blick sah eigentlich alles ganz ordentlich aus.
Die Gegend war in Ordnung, wir hatten einen Parkplatz und auch das Haus selbst war groß und sauber.
Allerdings stellten wir ziemlich schnell fest, dass wir bei der Buchung wohl nicht ganz so genau hingeschaut hatten.
Unser Airbnb – leider ein absoluter Reinfall
In dem Haus waren insgesamt vier Parteien untergebracht.
Wir hatten also kein eigenes Apartment, sondern lediglich ein Schlafzimmer und ein separates Badezimmer gebucht.
Das wäre grundsätzlich auch gar nicht so schlimm gewesen.
Das Problem war nur, dass sich unser Badezimmer auf einer anderen Etage befand als unser Schlafzimmer.
Sowohl das Zimmer als auch das Bad waren zwar mit eigenen Türcodes gesichert, sodass andere Gäste keinen Zugang hatten, aber besonders praktisch war diese Aufteilung trotzdem nicht.
Dazu kam, dass unser Schlafzimmer wirklich winzig war.
Und das Bett? Ebenfalls unfassbar klein.
Wir versuchten uns die ganze Situation zunächst noch ein bisschen schönzureden.
Schließlich waren wir ja sowieso den ganzen Tag unterwegs und brauchten die Unterkunft eigentlich nur zum Schlafen.
Dachten wir zumindest.
Denn genau das wurde später zum Problem.
Eine Nacht, die wir am liebsten übersprungen hätten
Nachdem wir am Abend zurück in unsere Unterkunft gekommen waren, merkten wir ziemlich schnell, wie hellhörig das gesamte Haus war.
Unser Schlafzimmer lag direkt neben einer Treppe.
Jedes Mal, wenn jemand diese Treppe hoch- oder runterlief, hatten wir das Gefühl, die Person würde direkt durch unser Zimmer laufen.
Und das lag nicht daran, dass die anderen Gäste besonders laut waren!
Sie haben sich ganz normal unterhalten und sind ganz normal durchs Haus gelaufen.
Trotzdem konnten wir wirklich jedes einzelne Wort verstehen.
An der anderen Wand unseres Schlafzimmers befand sich außerdem das Badezimmer anderer Gäste.
Wenn dort jemand duschte, klang es ungefähr so, als würden wir selbst direkt unter der Dusche stehen.
Dazu kam, dass man unser Zimmer kaum abdunkeln konnte.
Die Kombination aus dem winzigen Bett, der Lautstärke und dem fehlenden Sichtschutz vor dem Licht war einfach alles andere als erholsam.
Nach dieser Nacht war uns beiden klar: Hier bleiben wir definitiv nicht die nächsten Tage!
Also beschlossen wir am nächsten Morgen, uns eine neue Unterkunft zu suchen.
Zum Glück konnten wir die restlichen Nächte stornieren und bekamen unser Geld dafür zurück. Wir mussten lediglich die eine Nacht bezahlen, die wir tatsächlich dort verbracht hatten.
Da waren wir wirklich erleichtert!
Unser Tipp: Schaut bei Airbnb unbedingt genau hin, ob ihr eine gesamte Unterkunft oder nur ein privates Zimmer in einem gemeinsam genutzten Haus bucht. Gerade bei längeren Aufenthalten lohnt es sich außerdem, die Bewertungen zur Lautstärke, zum Bett und zur Privatsphäre genauer durchzulesen.
Unser erster Abend in L.A. – Santa Monica Pier
Aber zurück zu unserem Ankunftstag!
Nachdem wir unsere Koffer im Airbnb abgestellt und uns ein bisschen frisch gemacht hatten, wollten wir natürlich nicht einfach den restlichen Abend im Zimmer verbringen.
Schließlich waren wir endlich in Los Angeles!
Also stiegen wir noch einmal ins Auto und fuhren zum berühmten Santa Monica Pier.
Schon bei unserer Ankunft gefiel uns die Atmosphäre richtig gut.
Überall waren Menschen unterwegs, es gab kleine Geschäfte, Essensstände, Fahrgeschäfte und natürlich diesen wunderschönen Blick auf den Pazifik.
Wir schlenderten gemütlich über den Pier, schauten uns alles an und genossen einfach das Gefühl, endlich in Los Angeles angekommen zu sein.
Besonders praktisch war, dass wir ganz in der Nähe ein relativ günstiges Parkhaus gefunden hatten.
Von dort aus mussten wir nur ungefähr fünf bis zehn Minuten bis zum Pier laufen.
Das war wirklich perfekt!
Essen am Santa Monica Pier – leider keine Empfehlung
Irgendwann bekamen wir dann doch ein bisschen Hunger.
Da wir nach dem langen Tag aber keine Lust mehr hatten, extra ein Restaurant zu suchen, entschieden wir uns dafür, einfach etwas an einem der Essensstände auf dem Pier zu holen.
Ich bestellte mir einen Corndog.
Falls ihr nicht wisst, was das ist: Dabei handelt es sich um ein Würstchen, das in einem Teigmantel frittiert wird.
Klingt eigentlich ganz lecker, oder?
Naja, sagen wir mal so: Meins war es definitiv nicht.
Mein Freund entschied sich für Chicken Tenders, also panierte Hähnchenstreifen.
Leider waren auch diese ziemlich trocken und geschmacklich wirklich nichts Besonderes.
Dazu kamen die ziemlich hohen Preise.
Für uns stand deshalb fest, dass wir uns beim nächsten Besuch am Santa Monica Pier lieber etwas anderes zu essen suchen würden.
Die Atmosphäre dort ist wirklich schön und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Das Essen an unserem Stand würden wir allerdings nicht noch einmal kaufen.
Ein letzter Stopp bei Target
Bevor es zurück zu unserer Unterkunft ging, legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei Target ein.
Mittlerweile gehörten solche kleinen Shopping-Ausflüge irgendwie schon zu unserem USA-Roadtrip dazu.
Wir deckten uns noch einmal mit Wasser, ein paar Snacks und anderen Kleinigkeiten ein, auf die wir gerade Lust hatten.
Danach ging es endgültig zurück zu unserem Airbnb.
Wir waren inzwischen wirklich müde und wollten nach diesem langen Tag eigentlich nur noch schlafen.
Dass die Nacht alles andere als erholsam werden würde, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Unser Fazit: Von Cambria nach Los Angeles
Dieser Tag war definitiv einer der abwechslungsreichsten Tage unseres bisherigen Roadtrips.
Wir haben wunderschöne Küstenorte besucht, endlich Seeotter in freier Wildbahn gesehen, Donuts mit Meerblick gegessen und gleich zwei Drehorte aus meinen Lieblingsserien der Kindheit besucht.
Besonders Pismo Beach und Santa Barbara haben uns richtig gut gefallen.
Auch Malibu war für mich natürlich etwas ganz Besonderes, selbst wenn der Besuch am Hannah-Montana-Haus nicht ganz so magisch war, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Und der Santa Monica Pier war der perfekte Ort, um unseren ersten Abend in Los Angeles ausklingen zu lassen.
Lediglich unsere Unterkunft war leider ein absoluter Fehlgriff.
Aber auch das gehört irgendwie zu einem Roadtrip dazu. Nicht immer läuft alles so, wie man es geplant hat.
Zum Glück konnten wir das Problem am nächsten Morgen lösen und uns eine neue Unterkunft suchen.
Und viel Zeit zum Ausschlafen blieb uns sowieso nicht, denn unser nächster Tag in Los Angeles begann direkt mit einem echten amerikanischen College-Football-Spiel!
Aber davon erzähle ich euch im nächsten Reisebericht.