Von San Francisco nach Monterey – endlich geht es an die Küste
Nach unseren Tagen in San Francisco hieß es für uns am nächsten Morgen: Koffer ins Auto und weiter nach Monterey! Gegen 7:00 bis 7:30 Uhr machten wir uns auf den Weg und verließen San Francisco in Richtung Süden.
Natürlich durfte auch an diesem Morgen ein kleiner Frühstücksstopp nicht fehlen. Unterwegs hielten wir bei einem Café und versorgten uns mit etwas zu trinken. Während mein Freund sich einen Kaffee holte, blieb ich meiner bisherigen USA-Tradition treu und entschied mich wieder für eine heiße Schokolade.
Die ersten Kilometer unserer Fahrt waren noch ziemlich neblig. Teilweise passte das aber irgendwie perfekt zur Landschaft und zu diesem typischen nordkalifornischen Küstengefühl. Je weiter wir Richtung Monterey kamen, desto mehr verzog sich der Nebel und langsam kam die Sonne heraus.
Und ab diesem Moment wurde die Fahrt richtig schön.
Unser erster richtiger Roadtrip entlang der Küste.
Irgendwann führte uns die Strecke direkt an der Küste entlang und wir konnten während der Fahrt immer wieder auf den Pazifik schauen. Genau auf solche Momente hatte ich mich vor unserer Reise besonders gefreut: im Auto sitzen, die Küste entlangfahren und zwischendurch einfach dort anhalten, wo es gerade schön aussieht.
Genau das haben wir auch gemacht. Immer wieder legten wir kleine Stopps ein, stiegen aus und genossen für ein paar Minuten die Aussicht. Als dann auch noch die Sonne herauskam, sah die Landschaft einfach unglaublich friedlich aus.
Unterwegs konnten wir sogar einige Surfer beobachten. Die Wellen waren teilweise wirklich ordentlich hoch und allein beim Zuschauen wurde einem noch einmal bewusst, wie anders diese Küste im Vergleich zu unseren Stränden zu Hause aussieht.
Für mich war deshalb tatsächlich schon die Fahrt von San Francisco nach Monterey ein kleines Highlight für sich. Wenn ihr die Strecke ebenfalls mit dem Mietwagen fahrt, würde ich euch auf jeden Fall empfehlen, genügend Zeit einzuplanen und nicht einfach nur von A nach B zu fahren. Die spontanen Stopps unterwegs gehören meiner Meinung nach genauso zum Roadtrip dazu wie die eigentlichen Reiseziele.
Ankunft in Monterey
Gegen 11:00 bis 11:30 Uhr erreichten wir schließlich Monterey. Unser erster Weg führte uns zu unserem Motel, einfach um schon einmal zu schauen, wo wir später hinmussten.
Da unser Check-in allerdings erst um 15 Uhr möglich war, hatten wir noch einige Stunden Zeit. Also beschlossen wir kurzerhand, gar nicht lange beim Motel zu bleiben, sondern wieder ins Auto zu steigen und Richtung Wasser zu fahren.
Dort schauten wir uns zunächst den Pier beziehungsweise Fisherman’s Wharf an. Im Vergleich zu San Francisco ist hier natürlich alles deutlich kleiner und ruhiger, aber genau das hatte auch seinen Charme. Auf dem Pier gibt es einige Restaurants und kleine Läden und insgesamt herrschte eine richtig gemütliche Atmosphäre.
Nach dem Trubel in San Francisco fühlte sich Monterey direkt ganz anders an – kleiner, ruhiger und irgendwie entspannter.
Zu Fuß zur Cannery Row
Vom Pier aus machten wir uns anschließend zu Fuß auf den Weg zur Cannery Row, einer der bekanntesten Straßen in Monterey.
Und auch hier war tatsächlich der Weg schon ein Teil des Erlebnisses.
Unterwegs entdeckten wir am Wasser plötzlich jede Menge Robben, die am Strand lagen und sich sonnten. Einige lagen einfach nur faul herum, andere bewegten sich ein bisschen oder machten die typischen Robbengeräusche – wir konnten auf jeden Fall eine ganze Weile zuschauen.
Leider gab es aber auch einen weniger schönen Anblick: Zwischen den Tieren lagen vereinzelt tote Robben. Das war natürlich ziemlich traurig zu sehen und hat die Freude über die vielen Tiere ein wenig getrübt.
Trotzdem war es faszinierend, wie viele Tiere man hier direkt an der Küste beobachten kann. Neben den Robben entdeckten wir nämlich auch Otter, die im Wasser herumtrieben und planschten. Die waren wirklich unglaublich süß anzusehen.
Monterey ist außerdem für Walbeobachtungen bekannt. Es werden verschiedene Whale-Watching-Touren angeboten und mit etwas Glück kann man sogar vom Land aus Wale entdecken. Wir haben natürlich immer wieder aufs Meer geschaut und gehofft, irgendwo einen zu sehen – dieses Glück hatten wir an diesem Tag leider nicht.
Vielleicht beim nächsten Mal!