San Francisco in 3 Tagen – unsere Erfahrungen & Tipps für deinen Städtetrip

San Francisco war der Startpunkt unserer dreiwöchigen Rundreise durch den Westen der USA – und damit auch der Ort, an dem unser großes Abenteuer begonnen hat. Golden Gate Bridge, Pier 39, Alcatraz, steile Straßen und natürlich die berühmten Cable Cars: Wir hatten uns für unsere ersten Tage einiges vorgenommen.

Insgesamt hatten wir etwa zweieinhalb bis drei Tage in San Francisco – und rückblickend war das für uns genau die richtige Zeit. In diesem Beitrag nehme ich euch mit durch unsere Tage in der Stadt und verrate euch, was sich für uns besonders gelohnt hat und was ihr bei eurem Besuch unbedingt beachten solltet.

Ankunft in San Francisco – Mietwagen abholen & erste Erkundung

Nach unserem Flug landeten wir am Nachmittag in San Francisco. Zuerst holten wir unseren Mietwagen bei der Autovermietung ab und machten uns anschließend auf den Weg zu unserem Hotel.

Nach dem Check-in wollten wir natürlich nicht einfach im Hotel bleiben. Obwohl der lange Flug schon hinter uns lag, machten wir uns am Abend noch zu Fuß auf den Weg und erkundeten ein bisschen die Umgebung.

Dabei liefen wir auch direkt in Richtung Pier und bekamen dort schon am ersten Abend eines der bekanntesten Highlights San Franciscos zu sehen: die Seelöwen am Pier 39.

Für uns war das ein richtig schöner Einstieg in die Reise. Nach der langen Anreise endlich durch San Francisco zu laufen und zu realisieren, dass unsere USA-Rundreise jetzt wirklich begonnen hatte, war schon ein besonderes Gefühl.

Tag 2: Golden Gate Bridge, Pancakes, Twin Peaks & Baseball

Unser zweiter Tag in San Francisco startete ziemlich früh – und mit früh meine ich wirklich früh. Durch den Jetlag waren wir beide schon gegen 5 Uhr morgens wach. Anstatt uns darüber zu ärgern, haben wir die Zeit einfach genutzt, uns fertig gemacht und sind direkt zur Golden Gate Bridge gefahren.

Im Nachhinein war das eine richtig gute Entscheidung. San Francisco ist bekannt für seinen Nebel und gerade die Golden Gate Bridge kann darin auch gerne mal teilweise oder sogar komplett verschwinden. Wir hatten an diesem Morgen aber wirklich Glück und konnten die Brücke richtig gut sehen.

Außerdem war morgens noch nicht besonders viel los, sodass wir die Aussicht ganz in Ruhe genießen und einige schöne Bilder machen konnten. Für uns war das definitiv einer der schönsten Starts in den Tag während unserer Zeit in San Francisco.

Erst einmal Pancakes!

Nach unserem frühen Besuch an der Golden Gate Bridge hatten wir natürlich Hunger und wollten unbedingt richtig amerikanisch frühstücken gehen.

Und was passt da besser als Pancakes?

Ich hatte Blueberry Pancakes, mein Freund Strawberry Pancakes – und die Portionen waren wirklich riesig. Die Pancakes waren richtig dick und fluffig und vor allem wirklich lecker. Dazu hatte ich noch eine heiße Schokolade, die ebenfalls richtig gut war.

Preislich fanden wir das Frühstück vollkommen in Ordnung und satt waren wir danach definitiv. Für uns war es ein richtig schöner Start in den Tag und irgendwie auch in unsere gesamte USA-Reise.

Palace of Fine Arts – schön, aber für uns kein Must-see

Gut gestärkt ging es für uns anschließend zum Palace of Fine Arts.

Die Anlage ist definitiv schön anzusehen und wenn man sowieso in der Gegend ist, kann man hier gut einen kleinen Zwischenstopp einlegen, ein bisschen herumlaufen und ein paar Fotos machen.

Unser persönliches Highlight in San Francisco war es allerdings nicht. Es war schön – aber dieser große Wow-Moment ist bei uns ausgeblieben.

Wenn ihr genügend Zeit habt, würde ich den Palace of Fine Arts trotzdem mitnehmen. Wenn ihr dagegen nur sehr wenig Zeit in San Francisco habt, wäre es für uns eine derSehenswürdigkeiten, die man am ehesten auslassen könnte.

 

Painted Ladies – typisch San Francisco

Danach fuhren wir weiter zu den berühmten Painted Ladies.

Die viktorianischen Häuser gehören zu den bekanntesten Fotomotiven San Franciscos und sehen definitiv schön aus. Man kann hier ein paar tolle Bilder machen und die typische Architektur der Stadt auf sich wirken lassen.

Wir mussten allerdings ein bisschen schmunzeln, denn während unserer Tage in San Francisco haben wir schnell festgestellt: Solche viktorianischen Häuser gibt es hier gefühlt an jeder Ecke.

Natürlich sind die Painted Ladies besonders bekannt und ein schönes Fotomotiv. Gleichzeitig ist aber genau diese Architektur etwas, das für uns San Francisco insgesamt ausgemacht hat. Selbst wenn man einfach nur durch verschiedene Straßen fährt oder läuft, entdeckt man immer wieder diese wunderschönen Häuser.

Unser erster Shopping-Stopp – und mein erster Target-Besuc

Nach den Painted Ladies sind wir eher zufällig noch in einer kleineren Shopping Mall gelandet. Die Mall war zwar nicht riesig, aber für uns war es trotzdem ganz cool, weil es gleichzeitig unsere erste richtige Shopping-Mall-Erfahrung in den USA war.

Wir sind ein bisschen durch die Geschäfte gebummelt und ich war dort auch zum allerersten Mal bei Target. Und natürlich blieb es nicht nur beim Anschauen: Hier habe ich mir direkt meinen Stanley Becher gekauft.

Was zu diesem Zeitpunkt eigentlich einfach ein schönes Urlaubs-Souvenir beziehungsweise ein praktischer Kauf war, hat sich während unserer Rundreise tatsächlich als richtig nützlich herausgestellt. Der Stanley hält Getränke wirklich unglaublich lange kalt und gerade später auf unserer Route, als es für uns weiter Richtung Los Angeles und schließlich Las Vegas ging und die Temperaturen deutlich höher wurden, waren wir sehr froh darüber.

So hatten wir unterwegs im Auto eigentlich immer etwas Kaltes zu trinken dabei – bei den teilweise wirklich heißen Temperaturen definitiv Gold wert.

Nach unserem kleinen Shopping-Abstecher ging es dann weiter zum nächsten Punkt auf unserer persönlichen USA-Liste: unser erstes Mal In-N-Out Burger!

 

Unser erstes Mal In-N-Out Burger

Nach Sightseeing und unserem spontanen Shopping-Stopp hatten wir langsam wieder Hunger – und damit stand direkt die nächste kleine USA-Premiere für uns an: unser erster Besuch bei In-N-Out Burger.

Ich entschied mich für einen normalen Cheeseburger und mein Freund nahm den Double Cheeseburger.

Und was sollen wir sagen? Es war wirklich lecker!

Gerade für den Preis fanden wir die Burger absolut in Ordnung und würden dort jederzeit wieder essen. Cool fanden wir außerdem das für die USA typische Refill-System: Man bezahlt einmal für sein Getränk und kann es anschließend selbst immer wieder auffüllen.

Ich habe dort auch die bekannte Pink Lemonade probiert – und die hat mir tatsächlich richtig gut geschmeckt. Kann man definitiv mal ausprobieren!

Twin Peaks – San Francisco von oben

Nach unserem Essen ging es für uns weiter zu den Twin Peaks.

Und dieser Stopp hat sich wirklich gelohnt.

Von dort oben hat man einen beeindruckenden Blick über San Francisco und kann die Dimensionen der Stadt noch einmal ganz anders wahrnehmen. Wir hatten zum Glück eine richtig gute Sicht und konnten weit über die Stadt schauen.

Was man allerdings nicht unterschätzen darf: den Wind!

Oben auf den Twin Peaks war es bei unserem Besuch unglaublich windig. Das ist generell etwas, das uns in San Francisco immer wieder aufgefallen ist. Sobald die Sonne herauskommt, kann es sich angenehm warm anfühlen. Gerade an Aussichtspunkten oder am Wasser kann der Wind aber gleichzeitig dafür sorgen, dass es plötzlich richtig frisch wird.

Deshalb noch einmal mein Tipp: Zwiebellook! Eine Jacke oder zumindest einen Pullover würde ich in San Francisco eigentlich immer dabeihaben.

Trotz des Windes waren die Twin Peaks für uns eines der Highlights des Tages. Dieser Blick über die komplette Stadt war einfach beeindruckend.

Abends zum Baseballspiel

Nach den Twin Peaks fuhren wir erst einmal zurück ins Hotel, ruhten uns kurz aus und machten uns für den Abend fertig.

Denn jetzt stand noch ein typisch amerikanisches Erlebnis auf unserem Programm: Baseball!

Von unserem Hotel aus konnten wir direkt zum Stadion laufen. Der Fußweg dauerte ungefähr 20 bis 25 Minuten, weshalb wir das Auto einfach stehen ließen.

Am Stadion angekommen, schauten wir uns zunächst ein bisschen um und gingen natürlich auch in die Fanshops. Danach suchten wir unsere Plätze und erlebten unser erstes Baseballspiel in den USA.

Allein das Stadion fanden wir richtig cool. Der Oracle Park liegt direkt am Wasser, wodurch man teilweise einen wunderschönen Blick auf die Bucht hat. Diese Kulisse ist wirklich etwas Besonderes.

 

Ich muss allerdings sagen: Mein neuer Lieblingssport wird Baseball wahrscheinlich nicht. Bei unserem Spiel ist nicht wahnsinnig viel passiert und irgendwann wurde es für uns dann doch etwas lang.

Trotzdem war es eine richtig coole Erfahrung und ich würde es wieder machen. Wenn man schon einmal in den USA ist, gehört so ein amerikanisches Sportevent für mich irgendwie dazu.

Wir sind allerdings vor dem Ende des Spiels gegangen – und der Grund dafür war hauptsächlich die Kälte.

Sobald die Sonne weg war, wurde es im Stadion so kalt, dass es für uns irgendwann einfach nicht mehr angenehm war. Gerade durch die Lage direkt am Wasser kam noch der Wind dazu.

Deshalb wirklich mein vielleicht wichtigster Tipp für ein Baseballspiel in San Francisco: Zieht euch wärmer an, als ihr denkt!

Auch wenn es tagsüber sonnig und angenehm ist, kann es abends sehr schnell frisch werden.

Trotzdem war das Baseballspiel ein richtig schöner Abschluss unseres zweiten Tages in San Francisco. Wir hatten an diesem Tag unglaublich viel gesehen: morgens die Golden Gate Bridge, ein typisch amerikanisches Pancake-Frühstück, den Palace of Fine Arts, die Painted Ladies, unseren ersten In-N-Out Burger, die Aussicht von den Twin Peaks und zum Abschluss noch ein Baseballspiel.

Ein ziemlich voller Tag – aber für uns genau die richtige Mischung aus Sightseeing, Essen und typisch amerikanischen Erlebnissen.

Tag 3: Alcatraz, Pier 39, Lombard Street & Sonnenuntergang am Baker Beach

Unser letzter richtiger Tag in San Francisco startete wieder relativ früh, denn für den Vormittag hatten wir eines der wohl bekanntesten Highlights der Stadt geplant: Alcatraz.

Wir machten uns morgens fertig und bestellten uns zunächst ein Uber zu einer Bäckerei, wo wir uns etwas zum Frühstücken holten. Von dort aus liefen wir anschließend weiter zum Pier 33 – dem Alcatraz Landing, von dem die Fähren nach Alcatraz ablegen.

Am Pier angekommen mussten wir noch ein bisschen warten, bevor es schließlich auf die Fähre ging. Das Schiff war ziemlich groß und dementsprechend waren auch wirklich viele Menschen mit uns unterwegs. Die Überfahrt selbst dauerte ungefähr 15 bis 20 Minuten.

Schon die Fahrt zur Insel fanden wir ziemlich cool. Man entfernt sich langsam von San Francisco und bekommt dadurch noch einmal einen ganz anderen Blick auf die Stadt und die Bucht.

Alcatraz auf eigene Faust erkunden

Auf Alcatraz angekommen, waren wir erst einmal positiv überrascht davon, wie frei man sich dort bewegen kann.

Natürlich gibt es verschiedene Touren und Angebote, aber grundsätzlich kann man die Insel auch einfach in seinem eigenen Tempo erkunden. Das hat uns sehr gut gefallen, weil wir nicht dauerhaft einer Gruppe oder einem festen Zeitplan folgen mussten.

Auch für die Rückfahrt mussten wir uns nicht schon vorher auf eine bestimmte Uhrzeit festlegen. Während unseres Besuchs kamen regelmäßig Fähren zurück nach San Francisco. Sobald wir mit unserer Erkundung fertig waren, konnten wir also wieder zum Anleger gehen und eine der nächsten Fähren zurücknehmen.

Das fanden wir wirklich angenehm, weil man sich dadurch für die Bereiche, die einen besonders interessieren, mehr Zeit nehmen kann und bei anderen eben etwas schneller weitergeht.

Die Audiotour durch das Gefängnis

Im ehemaligen Gefängnis selbst kann man eine Audiotour machen, bei der man durch verschiedene Bereiche des Zellenhauses geführt wird und gleichzeitig mehr über die Geschichte von Alcatraz erfährt.

Unter anderem geht es dabei natürlich auch um den wohl berühmtesten Fluchtversuch aus Alcatraz. 1962 verschwanden Frank Morris sowie die Brüder John und Clarence Anglin aus dem Gefängnis. Bis heute ist nicht abschließend geklärt, ob sie ihre Flucht über die Bucht überlebt haben.

Während der Tour sieht man unter anderem die Zellen und erfährt, wie die Flucht vorbereitet und durchgeführt wurde. Das einmal an dem Ort zu sehen, an dem es tatsächlich passiert ist, war schon interessant.

Die Audiotour selbst war für uns persönlich allerdings etwas zu langsam.

Wir waren teilweise schon im nächsten Gang oder Bereich angekommen, während die Erzählung noch an der vorherigen Stelle weiterging. Die Tour ist grundsätzlich wirklich schön gemacht und vermittelt viele Informationen – wir persönlich hätten sie im Nachhinein aber nicht unbedingt gebraucht.

Wer sich sehr für die Geschichte des Gefängnisses interessiert und alles ganz genau erfahren möchte, wird daran wahrscheinlich deutlich mehr Freude haben.

Wie klein die Zellen wirklich sind

Was uns auf Alcatraz besonders aufgefallen ist, waren die extrem kleinen Gefängniszellen.

Natürlich weiß man vorher, dass Alcatraz ein ehemaliges Hochsicherheitsgefängnis war. Wenn man dann aber tatsächlich vor diesen Zellen steht, bekommt man noch einmal ein ganz anderes Gefühl dafür, unter welchen Bedingungen die Gefangenen dort untergebracht waren.

Wir konnten uns außerdem den Außenbereich ansehen, in dem die Häftlinge ihren Freigang verbringen konnten.

Besonders bedrückend fanden wir allerdings die Isolationszellen. Eine davon konnte man während unseres Besuchs sogar betreten.

Ich persönlich habe darauf verzichtet, hineinzugehen – mein Freund hat es ausprobiert und fand die Atmosphäre darin ebenfalls ziemlich bedrückend. Allein von außen konnte ich sehr gut darauf verzichten, mich dort einsperren zu lassen.

Leider konnten wir während unseres Besuchs nicht alle Bereiche von Alcatraz betreten. Unter anderem war ein Bereich aufgrund von Arbeiten beziehungsweise Restaurierungsmaßnahmen gesperrt. Das war ein bisschen schade, gehört bei historischen Gebäuden aber natürlich dazu.

Alcatraz ist mehr als nur das Gefängnis

Nachdem wir uns das Gefängnis angesehen hatten, liefen wir noch ein bisschen über die Insel.

Dabei merkt man schnell, dass Alcatraz nicht nur aus dem bekannten Gefängnisgebäude besteht. Man kann verschiedene Bereiche der Insel erkunden und hat von dort außerdem immer wieder tolle Ausblicke auf die Bucht und San Francisco.

Was uns ebenfalls direkt aufgefallen ist: die vielen Vögel.

Auf Alcatraz leben und brüten zahlreiche Seevögel und an manchen Stellen der Insel sind wirklich unglaublich viele davon unterwegs. Dadurch hat die Insel außerhalb des Gefängnisbereichs teilweise eine ganz andere Atmosphäre, als man vorher vielleicht erwartet.

Lohnt sich Alcatraz?

Für uns lautet die Antwort: Ja – einmal auf jeden Fall.

Wir fanden es interessant, das ehemalige Gefängnis einmal mit eigenen Augen zu sehen, durch die Zellentrakte zu laufen und mehr über die Geschichte der Insel zu erfahren.

Gleichzeitig gehört Alcatraz für uns zu den Sehenswürdigkeiten, bei denen wir sagen würden: Wir sind froh, dass wir es gesehen haben, müssten aber kein zweites Mal hin.

Gerade beim ersten Besuch in San Francisco finde ich Alcatraz aber trotzdem sehenswert. Es gehört einfach zur Geschichte der Stadt und unterscheidet sich komplett von den anderen Sehenswürdigkeiten, die man während eines klassischen San-Francisco-Trips besucht.

Von Alcatraz weiter zum Pier 39

Als wir genug gesehen hatten, gingen wir zurück zum Anleger und nahmen eine der Fähren zurück nach San Francisco. Dort kamen wir wieder am Pier 33 an.

Für uns ging es anschließend direkt zu Fuß weiter zum Pier 39. Der Weg war nicht besonders weit und nach ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten waren wir schon dort.

Am Pier 39 ließen wir uns dann erst einmal ganz entspannt treiben. Wir liefen durch die verschiedenen Geschäfte, kauften ein paar Souvenirs und schauten natürlich noch einmal bei den berühmten Seelöwen vorbei, die wir bereits an unserem ersten Abend in San Francisco gesehen hatten.

Zum Essen entschieden wir uns für das Hard Rock Cafe direkt am Pier 39. Das Essen hat uns dort wirklich gut geschmeckt und nach unserem Vormittag auf Alcatraz war eine kleine Pause auch genau das Richtige.

Danach ging es für uns weiter durch San Francisco – und eigentlich hatten wir für den nächsten Teil unseres Tages einen ziemlich typischen Plan: Mit dem Cable Car vom Pier in Richtung Lombard Street fahren.

Dass daraus nichts werden würde, wussten wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht …

Cable Car? Leider nicht – also zu Fuß zur Lombard Street

Eigentlich hatten wir für diesen Tag einen ziemlich klassischen San-Francisco-Plan: Vom Pier aus wollten wir mit dem Cable Car in Richtung Lombard Street fahren.

Das Problem: Ausgerechnet an diesem Tag waren die Cable Cars außer Betrieb.

Also blieb uns nichts anderes übrig, als zu laufen.

Grundsätzlich war das machbar – aber San Francisco hat uns dabei noch einmal eindrucksvoll gezeigt, wie steil diese Stadt wirklich ist.

Wenn man vorher nur Bilder und Videos von San Francisco kennt, unterschätzt man meiner Meinung nach schnell, wie anstrengend einige Wege zu Fuß sein können. Direkt am Pier ist noch alles relativ flach. Sobald man sich aber weiter in die Stadt bewegt, geht es teilweise extrem steil bergauf und bergab.

Wenn ihr San Francisco zu Fuß erkunden möchtet, solltet ihr deshalb auf jeden Fall bequeme Schuhe tragen und etwas mehr Zeit für die Wege einplanen.

Irgendwann hatten wir es geschafft und kamen an der berühmten Lombard Street an. Dort machten wir noch einige Fotos und schauten uns die bekannte kurvige Straße in Ruhe an.

Für den Rückweg waren wir dann allerdings froh über Uber – wir ließen uns einfach wieder direkt zu unserem Hotel fahren.

Pizza bei Sonnenuntergang am Baker Beach

Unser letzter Abend in San Francisco gehört für mich zu den schönsten Erinnerungen an unsere Zeit dort.

Wir holten uns eine Pizza und fuhren damit zum Baker Beach. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf die Golden Gate Bridge.

Wir hatten unsere Zeit so geplant, dass wir ungefähr zum Sonnenuntergang am Strand waren und dort unsere Pizza essen konnten.

Es war zwar unglaublich windig und ziemlich kalt – aber gleichzeitig einfach wunderschön.

Mit Pizza am Strand zu sitzen, während im Hintergrund die Golden Gate Bridge zu sehen ist und langsam die Sonne untergeht, war für uns der perfekte Abschluss unserer Zeit in San Francisco.

Danach ging es zurück ins Hotel. Wir packten unsere Koffer und brachten bereits einige Sachen zum Auto, denn am nächsten Morgen sollte unsere Rundreise früh weitergehen.

Wie viele Tage braucht man für San Francisco?

Für uns waren zweieinhalb bis drei Tage vollkommen ausreichend, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten San Franciscos zu sehen.

Natürlich kann man problemlos länger bleiben und noch viele weitere Viertel und Sehenswürdigkeiten entdecken. Wenn San Francisco aber – wie bei uns – der Startpunkt einer längeren Westküsten-Rundreise ist, würde ich persönlich ungefähr drei Tage einplanen.

So hat man genug Zeit für die Golden Gate Bridge, Alcatraz, Pier 39, Lombard Street, Twin Peaks und weitere Highlights, ohne zu viele Tage der Rundreise an einem einzigen Ort zu verbringen.

Was sollte man in San Francisco anziehen?

Einer meiner wichtigsten Tipps für San Francisco: Unterschätzt das Wetter nicht!

Wir waren im August dort und trotzdem war es teilweise richtig kalt und vor allem sehr windig.

Ich würde deshalb unbedingt eine lange Hose, Pullover und eine windfeste Jacke einpacken. Gleichzeitig kann es aber auch plötzlich sonnig und deutlich wärmer werden.

Am besten funktioniert deshalb der klassische Zwiebellook. So könnt ihr einzelne Schichten ausziehen, sobald die Sonne herauskommt, und seid trotzdem vorbereitet, wenn es wieder windig oder kühl wird.

Und ganz wichtig: bequeme Schuhe! Die werdet ihr spätestens dann zu schätzen wissen, wenn ihr zum ersten Mal einen der typischen San-Francisco-Hügel hochlaufen müsst.

Unsere Highlights in San Francisco

Wenn ich unsere Tage noch einmal zusammenfassen müsste, gehörten für mich vor allem diese Erlebnisse dazu:

  • Golden Gate Bridge früh am Morgen
  • Alcatraz
  • Pier 39 und die Seelöwen
  • Baseball im Oracle Park
  • Twin Peaks
  • Lombard Street
  • Pizza bei Sonnenuntergang am Baker Beach

Vor allem den letzten Punkt würde ich jederzeit wieder genauso machen.

Unser Fazit zu San Francisco

San Francisco war für uns ein richtig schöner Start in unsere USA-Rundreise.

Die Stadt ist definitiv anders als viele andere amerikanische Großstädte. Das Wetter ist wechselhaft, die Straßen sind teilweise unglaublich steil und der Nebel gehört irgendwie genauso zur Stadt wie die Golden Gate Bridge.

Gerade diese Mischung macht San Francisco aber besonders.

Mein größter Tipp wäre deshalb: Plant nicht jede Minute komplett durch. Gerade bei der Golden Gate Bridge und anderen Aussichtspunkten spielt das Wetter eine große Rolle. Wenn ihr morgens seht, dass die Sicht gerade gut ist, nutzt die Gelegenheit.

Und nehmt eine Jacke mit. Wirklich. Auch im August.

Unsere zweieinhalb bis drei Tage waren für uns genau richtig und danach waren wir bereit für den nächsten Teil unserer Rundreise: Von San Francisco ging es für uns weiter über den Highway 1 Richtung Monterey und anschließend entlang der kalifornischen Küste.

Und damit begann der nächste Teil unseres Roadtrips. 🇺🇸